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INFOBRIEF TOURISMUS
03/2012

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> WIRTSCHAFT


1. Zwei Radwege kreuzen sich in Wangen

Radfahrer finden neue Wege

Wer die Region zwischen Ulm und dem Bodensee gerne radelnd erkundet, der kommt in diesem Sommer sicher voll auf seine Kosten – und an Wangen nicht vorbei. Zwei neue Radfernwege haben die Touristiker geplant: Der Oberschwaben-Allgäu-Weg und der Donau-Bodensee-Weg führen zu den schönsten Orten in der Region.

Derzeit werden die Routen beschildert. Der rund 150 Kilometer lange Donau-Bodensee-Weg verläuft von Ulm über Laupheim, Biberach, Bad Waldsee, Wolfegg, Kißlegg und Wangen nach Kressbronn. Der Oberschwaben-Allgäu-Weg ist ein 360 Kilometer langer Rundweg, in den man in Wangen einsteigen und von dort nach Tettnang, Markdorf, Wilhelmsdorf und Aulendorf fahren kann. Dort führt die Route weiter über Bad Schussenried, Bad Saulgau, Bad Buchau nach Ehingen und Ulm.

Der Rückweg ist über Laupheim, Ochsenhausen, Bad Wurzach, Leutkirch und Isny ausgeschildert. Die Route leitet nicht nur an vielen traumhaft schönen Plätzen auf ruhigen Wegen vorbei, sondern auch an vielen Bahnhaltepunkten. So können müde Reisende auch auf den Zug umsteigen.


2. Museen öffnen: Stabwechsel im Druckereimuseum

Museumsdruckerei Karl  Nusser 8links) übernimmt von Max Zeller das Ruder.

Museumsdruckerei: Karl Nusser (links) übernimmt von Max Zeller das Ruder.

In der  Wangener Museumslandschaft von der Eselmühle bis zur Badstube beginnt am Sonntag, 1. April, wieder der Sommerbetrieb. Im kleinen, aber feinen Druckereimuseum zwischen Töpferei und Stadtarchiv vollzieht sich bis dahin ein Personalwechsel.

Max Zeller, der das Museum 1997 aus Beständen der J.Walchner KG aufgebaut und es seither wie sein eigenes gehütet und in ihm gearbeitet hat, gibt im Alter von 85 Jahren den Schlüssel an Karl Nusser weiter. Nusser kann ebenfalls auf langjährige Erfahrung in der eigenen Druckerei zurückgreifen.

Fragt man den 70-Jährigen, weshalb er diese Aufgabe übernimmt, sagt er: „Es wäre schade, wenn eine Einrichtung, wie sie Herr Zeller aufgebaut hat, nicht mehr weiter gepflegt würde.“ Und wenn er sich in dem kleinen Raum umschaut, sagt er: „Mir ist hier alles vertraut. Da kann mich niemand überraschen.“

  • Geöffnet ist das Druckereimuseum dienstags von 14 bis 17 Uhr.
  • Die anderen Museen an der Eselmühle sind zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr, Feiertage von 14 bis 17 Uhr.
  • Der Eintritt beträgt ab dieser Saison für Erwachsene 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, für Kinder bis 12 Jahren ist der Eintritt frei.


3. Wangener Festspiele erleben zweite Auflage

Intendantin Sabine Lorenz und Regisseur Anatol Preissler bringen vom 5. Juli bis zum 2. September wieder ein Theaterstück am Abend sowie ein Stück für Kinder auf die Bühne im Zunftwinkel. Peter Turrinis „Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit“ wird gezeigt und – speziell für Kinder -  gibt es das Musical „Pinoccio“. Der Text dieses Musicals stammt von Christian Berg und die Musik schrieb Konstantin Wecker.

Zusätzlich führt Sabine Lorenz mit „Das Jahr magischen Denkens“ von Joan Didion in der Häge-Schmiede einen Monolog auf. Der Kartenvorverkauf startet im April.


4. Gastronomievorstellung: Wohin essen gehen in Wangen

Wir stellen Wangener Restaurants vor. Heute: Hotel & Gasthaus Mohren-Post an der Herrenstraße

Neues Konzept belebt traditionsreiches Haus
Die Mohren Post an der HerrenstraßeEiner der ganz alten Gasthöfe in der Stadt ist im vergangenen Jahr nach längerer Umbaupause wieder eröffnet worden: das Hotel und Gasthaus Mohren-Post. Das neue Konzept sah vor, den Raum wie einen großen Treffpunkt im Dorf als „lebendige Begegnungsstätte“ zu gestalten, wie  die Chefin, Hilda Gronmayer, sagt. Um das zu schaffen, wurde die Trennwand des früheren Nebenzimmers abgerissen. Der große Raum erhält viel Licht durch die großen Fenster in der Fassade. Die Vorderfront wurde aber auch deshalb geöffnet, damit man von außen hineinsehen kann. Und schließlich tragen die großen Fenster im Sommer zur Belüftung bei. 80 Personen finden im Haus, im Sommer noch weitere 60 vor dem Haus einen Sitzplatz.

 

Ein Haus mit Geschichte
Das Gebäude wurde erstmals 1534 als Gasthaus „Zum Mohrenkopf“ erwähnt. Bald darauf kam es wie die übrige Oberstadt bei der großen Brandkatastrophe zu Schaden. Eine Zeit lang war es in städtischem Eigentum, hatte aber immer wieder wechselnde Besitzer bis 1877 Bierbrauer und Ökonom Karl Häsler die Mohren-Post 1877 erwarb. Er war der Urgroßvater der vorigen Eigentümerin Paula Veit, die nach 61 Jahren das Haus verkaufte. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Haus den französischen Offizieren als Kasino. Als sie auszogen, zog Paula Veit mit ihrem Mann Manfred ein. 1949 bemalten August und Josef Braun die Fassade des Hauses.

Altes mit Neuem kombiniert
Der Gastraum ist neu gestaltet.Eine gute Verbindung zwischen alt und neu ist man bei der Einrichtung des Gastraums eingegangen. Prominent platziert steht der erneuerte alte Kachelofen. An den Wänden hängen Bilder aus der Geschichte der Stadt, unter anderem auch eine Kopie der Rauchschen Stadtansicht, deren Original sich im Rathaus befindet. Das Mobiliar nimmt Anleihen an Traditionellem. Lässt man aber den Blick schweifen, so fällt auf, dass unter anderem beim Beleuchtungskonzept des großen Raumes die Gegenwart im Haus eingezogen ist.

Hilda Gronmayer will in der Gaststube und im ebenfalls frisch sanierten Hotel Menschen jeden Alters zusammenbringen. „Wenn die Oma mit ihrer 14-jährigen Enkelin kommt und beide fühlen sich hier wohl, dann haben wir unsere Hausaufgaben richtig gemacht“, sagt die erfahrene Gastronomin.  Dieser Anspruch spiegelt sich auch in der Auswahl der Speisen und Getränke. Frühstück für Hotelgäste und andere Hungrige gibt es ab 6.30 Uhr. Schwäbische Kost steht später am Tag ebenso auf der Speisekarte wie Mediterranes. Bei der Zubereitung der Speisen wird auf die Verarbeitung frischer Zutaten geachtet. Nachmittags kitzeln Kuchen und TortMohren Post-Chefin Hilda Gronmayeren vom benachbarten Konditor Hölz den Gaumen.

Die 20 Zimmer des Hotels wurden neu eingerichtet. Unter anderem lässt es sich in stimmungsvollen historischen Räumen mit Sandsteinsäulen und Stuckdecke nächtigen. Die besondere Note erhalten sie, wie alle Hotelräume, jedoch durch die rund 70  Bilder, die der in Wangen lebende Maler Andreas Scholz der Mohren-Post leihweise zur Verfügung gestellt hat.


5. Kurs für Einheimische ausgebucht

Gästeführer erzählen Wangener Geschichte(n)

Einen Ansturm ohnegleichen hat ein neues Angebot des Gästeamts für Einheimische ausgelöst. Die Führungen, die im März in Kursform starten, waren ruckzuck ausgebucht. „Die Nachricht war veröffentlicht und binnen einer Stunde waren alle 20 Plätze weg“, sagt  Belinda Unger, Leiterin des Wangener Gästeamts.

Die Stadtführer, Archivar Dr. Rainer Jensch und einige andere kompetente Referenten werden an elf Terminen, immer freitagnachmittags, den Interessierten Einblick in die Geschichte der Stadt geben.


6. Gaunern auf den Fersen

Von Gaunern, Gauklern und Gefahren

Die nächsten Führungen „Von Gaunern, Galgenvögeln und Gefahren…“ gibt es am 30. März um 20 Uhr, 13. / 27. April um 20 Uhr, 11. / 25. Mai um 21 Uhr, 8. / 22. Juni um 21 Uhr. Sie beginnen im Innenhof des Hinderofenhauses und dauern rund 1,5 Stunden. Kosten: 7 Euro pro Person, inklusive Räuberwasser. Im Anschluss wird auf Wunsch eine Henkersmahlzeit für 6,50 Euro angeboten.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb werden alle, die mitgehen wollen, gebeten, sich beim Gästeamt Wangen anzumelden. Telefonnummer 07522/74-211.


7. Schauen, wo es grünt und blüht

Wangen im Allgäu ist eine grüne Stadt mit wunderschönen Gärten und Anlagen – und das nicht erst seit der Entente florale im Jahr 2007. Mit Professor Josef Härle nimmt ein absoluter Kenner die Interessierten mit zu sehenswerten und blühenden Plätzen. Der Weg führt unter anderem an die Argen, ins Buch und in den Garten beim Klösterle.

  • Termine: Führungen sind am Donnerstag, 19. April, und Freitag, 22. Juni. Start ist  jeweils um 14 Uhr am Gästeamt in der Bindstraße. Dauer rund 1,5 Stunden.
  • Anmeldung: Das Gästeamt der Stadt Wangen nimmt gerne Anmeldungen entgegen.Die Zahl der Plätze ist begrenzt.
  • Kosten: 3 Euro.


8. Region will sich grenzüberschreitend vermarkten

Das Westallgäu ist eine Region.Gästen in der Region ist es so klar wie den Bürgern: Das Württembergische Allgäu und der Landkreis Lindau haben viele Gemeinsamkeiten. Wer zum Beispiel in Wangen Urlaub macht, der fährt gern mal ins Westallgäu und umgekehrt kommen die Westallgäuer auch gerne nach Wangen. Trennend wirkt im täglichen Leben manchmal die Kreis- und noch mehr die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg.

Die Touristiker aus dem Landkreis Lindau und dem Tourismusverband Ferienregion Allgäu-Bodensee, der die Interessen des württembergischen Allgäus vertritt, haben nun aber eine Initiative gestartet, die dazu führen wird, dass sich die Region grenzüberschreitend gemeinsam vermarkten und dabei ihre Gemeinsamkeiten herausstreichen kann – zum Nutzen der Gäste und Bewohner auf beiden Seiten der „Grenze“.

Ein gemeinsames Konzept wird derzeit zwischen dem Landkreis Lindau und den Fachleuten der Ferienregion Allgäu-Bodensee erarbeitet. Auf die Schauseite sollen dort die Westallgäuer Käsestraße, die Westallgäuer Wasserwege sowie der Martinus- und der Jakobsweg unter dem Stichwort „Spirituelles Wandern“.

„Es handelt sich um einen Themenraum“, sagt Gästeamtsleiterin Belinda Unger. Finanziert wird das neue Konzept über LEADER-Mittel. Und das ist die nächste kleine Sensation, denn das bedeutet, mit dem württembergischen Allgäu im Boot finanziert der Freistaat Bayern eine Aktivität mit, an der Württemberger beteiligt sind. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projekts auf rund 5000 Euro.


9. Mit guten Leistungen auf der Überholspur

Sabrina Haas

Azubi Sabrina Haas

Eine interessante Ausbildung absolviert derzeit Sabrina Haas im Gästeamt der Stadt Wangen. Der Ausbildungsberuf heißt Kauffrau für Tourismus und Freizeit. Drei Jahre dauert die Ausbildung normalerweise. Doch die junge Frau hat tolle Leistungen vorgelegt, die ihr eine Verkürzung der Lehrzeit von einem halben Jahr bringen. So wird im Frühjahr 2013 Schluss sein. Dass sie viel drauf hat, bewies sie jüngst, als sie sich bei der Erarbeitung des Wangener Gastgeberverzeichnisses stark engagierte.


Kontakt

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Gästeamt - Tourist Information
Tel. +49 (0) 7522 74-211
Bindstraße 10
D-88239 Wangen i. Allgäu
E-Mail: tourist@wangen.de

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