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INFOBRIEF TOURISMUS
01/02 - 2013

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> WIRTSCHAFT


1. Pilgern auf Allgäuerisch: Tourismusregion lockt mit neuem Angebot

Touristiker und Kirchen bringen mit dem „Samstagspilgern“ gemeinsam ein neues Angebot auf den Weg. Vom frühen Frühjahr bis in den Herbst hinein macht die Tourismusregion im westlichen Allgäu ein nicht alltägliches Angebot. Beim „Samstagspilgern“ können sich Interessierte – Gäste wie Einheimische – auf den Weg machen.

Den Allgäuern ist ihre Landschaft seit jeher eine Kraftquelle. Sogenannte Kraftorte, aber auch der Volksaberglauben und ein tief verwurzelter christlicher Glauben prägen diese Region bis heute. Sichtbar ist das an den vielen Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen. Sichtbar ist es auch an kleinen Tafeln, die schon länger einzelne Etappen der großen Martinus- und Jakobuswege ausschildern.

36 Pilgerwege
Was bisher eher den „Pilger-Insidern“ vorbehalten war, wollen die Touristiker in der Ferienregion Allgäu-Bodensee und im Landkreis Lindau mit kirchlicher Unterstützung nun einem größeren Personenkreis erfahrbar machen. Für das Jahr 2013 haben sie deshalb ein Angebot aufgelegt, das 36 geführte Pilgerwanderungen zwischen Hauerz im Norden des Landkreises Ravensburg und St. Gallen in der Schweiz sowie zwischen Bad Waldsee und Weingarten im Westen  und Isny im Osten ermöglicht. An fast jedem Samstag zwischen dem 23. März und dem 26. Oktober können sich Menschen gemeinsam auf den Weg machen.

Angebot auch für Familien
Wer pilgert, bricht auf und lässt Dinge zurück, er wandelt sich, geht auf Spurensuche und konzentriert sich auf das Wesentliche. Bei manchen Angeboten des Samstagspilgerns gibt es meditative Impulse. Dennoch: Auch wenn man in einer Gruppe losgeht, pilgert doch jeder für sich. Manche Samstagspilgerwege stehen unter einem Thema wie „Nimm dir Zeit die Stille zu hören“ oder „Kleinode am Opfenbacher Kapellenweg“ oder „Wohin Herr soll ich gehen?“.  Am 25. Mai können sich sogar Kinder und Eltern gemeinsam beim „Familienpilgern“ auf den Weg machen.

So ein Programm gab es noch nie
„Das Samstagspilgern ist ein neues Angebot, das wir so noch nie hatten,“ sagt die Geschäftsführerin der Ferienregion Allgäu-Bodensee, Belinda Unger. Sie hat das Programm nicht nur gemeinsam mit den Westallgäuer Touristikern aus dem benachbarten Landkreis Lindau entworfen. Mit den Kirchen, dem katholischen Dekanat in Ravensburg und der evangelischen Pfarrerin Ingrid Ossig aus Scheidegg, wurde eine Gruppe ins Boot geholt, die nicht typischerweise mit Tourismus zu tun hat.

Pfarrerin prägt Begriff
Den Begriff des  „Samstagspilgerns“ hat  tatsächlich Ingrid Ossig schon vor ein paar Jahren geprägt. Sie hat das samstägliche Pilgern in der Schweiz kennengelernt und bietet es in ihrer Gemeinde schon länger an. Zwischen acht und 50 Personen sind an einem Samstag bei ihren Pilgerwegen bisher dabei gewesen.  „Es ist ein anderes Wandern, als wenn man eine geführte touristische oder sportliche Wanderung bucht. Es ist schön zu gehen, ohne dass man auf den Weg achten müsste. Manchmal gibt es Impulse, manchmal wird auch nur geschwiegen“, sagt die Pfarrerin. Sie findet die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Tourismus spannend. Erfahrung sammelt sie auf diesem Feld jedes Jahr, wenn im Pilgerzentrum in Scheidegg „Urlaubspfarrer“ gemeinsam mit Touristikern tagen.

Der Beziehung zu Gott nachgehen
Auch Florian Müller vom katholischen Dekanat ist begeistert von dieser Art der Kooperation. „Es ist zwingend nötig, dass sich die Kirche mit gesellschaftlichen Institutionen verbindet“, sagt Müller. Das Pilgern eignet sich seiner Ansicht nach dazu aus mehreren Gründen. „Pilgern hat eine Entwicklung genommen, wie kaum eine andere Form der Spiritualität. Pilgern scheint die Form zu sein, wo Menschen ihrer Begegnung mit Gott im Sinne des Wortes nachgehen.“ Ein absoluter Vorteil: Für das „Samstagspilgern“ musste keine neue Infrastruktur geschaffen werden. Die Wege sind bereits seit mehreren Jahren vorhanden, manche Stationen am Weg sind es seit Hunderten von Jahren.

Info: Die Samstagspilgerwege sind unterschiedlich lang – von eineinhalb Stunden bis zu einem ganzen Tag kann der Weg dauern. Begleitet werden die Pilger von Menschen, die Erfahrung mit dieser Art der Spiritualität haben. „Sie stehen auch als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn sich beim Pilgern Gesprächsbedarf entwickelt“, sagt Belinda Unger. Unterwegs versorgen sich die Teilnehmer selber mit mitgebrachtem Essen und eigenen Getränken. Die Anfahrt und die Rückreise organisieren die Teilnehmer ebenfalls selber. Die Touren sind so gelegt, dass die Rückkehr mit Bus oder Zug möglich ist.

Der attraktiv aufgemachte Flyer fasst in übersichtlichen Kurzbeschreibungen die wichtigsten  Informationen zum jeweiligen Samstagspilgern zusammen. Er liegt bei den Gästeämtern der Region und den Kooperationspartnern auf.


2. Nur mal zum Testen: Zwei Tage Schnupperpilgern auf dem Martinusweg

Hape Kerkeling hat mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ das Pilgern einem Personenkreis nahegebracht, der sich zuvor kaum mit dieser Art des Wanderns auseinandergesetzt hätte. Man muss nicht nach Santiago de Compostela pilgern,  man kann es auch im Allgäu tun. Wer noch keine Erfahrung hat, was das Pilgern angeht, und erst mal spüren will, wie das ist, ohne Zwänge des Alltags unterwegs zu sein auf Spurensuche und auf einer Entdeckungsreise nach innen wie nach außen, für den gibt es ein spezielles Angebot. Bruder Christoph vom Franziskanerkloster in Wangen begleitet als erfahrener Pilgerführer eine Gruppe beim zweitägigen Schnupperpilgern.Sie  geht am 3. und 4. Mai auf dem Martinusweg die Etappe von Wangen nach Isny.
Start ist in Wangen im Klostergarten und mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Klösterle. Die erste Etappe führt am Kräutergarten von Renate Tschöll vorbei nach Eglofs. Dort wird im  Feriendorf übernachtet. Die beiden Schnupperpilgertage enden mit einer Führung in der Predigerbibliothek in Isny und einem spirituellen Abschluss.

Info: Das Schnupperpilgern kostetet 89 Euro im Doppelzimmer, im Einzelzimmer 99 Euro. Folgende Leistungen sind im Preis inbegriffen:  eine Übernachtung mit Frühstück,  Abendessen, zwei  Lunchpakete, die Besichtigung der Predigerbibliothek in Isny sowie die Pilgerbegleitung durch Franziskanerbruder Bruder  Christoph.
Informationen gibt es beim Gästeamt Wangen im Allgäu unter der Telefonnummer  07522 74-210 oder per E-Mail unter tourist@wangen.de


3. Der Wangener Ostereiermarkt lockt Künstler, Sammler und Liebhaber

Beim 32. Ostereiermarkt in Wangen im Allgäu werden 50 hochkarätige Aussteller ihr kreatives und handwerkliches Spitzenkönnen zeigen. Unterschiedlichste Techniken und Ideen setzen die Künstler in ihrer filigranen Arbeit um. Vernissage ist am Donnerstag, 28. Februar.

Die Ausstellung im Rathaus ist am Freitag und Samstag, 1. und 2. März, geöffnet.  Zum Rahmenprogramm gehören Angebote für Kinder in der Stadtbücherei sowie Brunnenführungen.

Top-Adresse unter den Ostereiermärkten
Der Wangener Ostereiermarkt gehört zu den wenigen Top-Adressen auf diesem Gebiet in Europa und das seit vielen Jahren.  Dies ist ein Grund, weshalb er gerne auch von Sammlern hochwertiger österlicher Schmuckstücke besucht wird, wie Julieta Strobel sagt. Sie organisiert seit 17 Jahren die Ausstellung im Auftrag der Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe in Wangen im Allgäu.

Bekannte und neue Künstler
Die Ostereiermarkt-Besucher werden „alte Bekannte“ treffen, aber auch in diesem Jahr wieder neue Künstler kennenlernen. Da ist zum Beispiel die mit vielen Preisen ausgezeichnete Lucia Condrea aus Rumänien. Sie bearbeitet Eier im Stile der rumänischen Volkskunst. Vor sechs Jahren traf Julieta Strobel die Künstlerin in der Schweiz und in Paris bei einschlägigen Ausstellungen und versuchte seither die Rumänin für Wangen zu gewinnen. In diesem Jahr hat sie erstmals zugesagt.

Ausgezeichnet mit dem Goldenen Ei von Paris
Mit dem Oskar der Ostereierkünstler, dem „Goldenen Ei“ aus Paris, ist die Ungarin Gabriela Szutor ausgezeichnet. Sie fällt durch immer wieder neue innovative Ideen bei der Bearbeitung des zarten Naturmaterials auf.

Zu den noch jungen Nachwuchskräften zählt Hegyi Krisztina  aus Ungarn. Sie war bereits im vergangenen Jahr in Wangen und zeigt ihre 3-D-Porzellan-Technik.

Die Geschichte rollt sich aus dem Ei
Sehr originell ist die Art, wie Norma Grace Reimann aus Ossingen in der Schweiz Eier Geschichten erzählen lässt. Ein Band wird aus einem Ei ausgerollt, auf dem sich eine Erzählung ausbreitet. Mit Gerlinde Ostertag gehört dieses Jahr auch eine Wangenerin zu den Spitzenkünstlern, die ihre Kostbarkeiten gerne im historischen Rathaus zeigen.  Sie arbeitet mit Klöppeltechnik. Viele gute Gründe also vorbeizuschauen und sich unter die zahlreichen Besucher zu mischen.

Die meisten Geschäfte am Samstag bis 16 Uhr geöffnet
Wer anschließend gerne durch die meist bis 16 Uhr geöffneten  Geschäfte bummelt, findet viele attraktive Angebote. In den Gassen schmücken Girlanden und bunte Eier die sehenswerten Brunnen, Wangener Schulklassen sorgen mit ihren Lehrern für die bunte Verzierung.

Öffnungszeiten: Freitag, 1. März, 9 bis 19 Uhr. Samstag, 2. März, 9 bis 17 Uhr.

Eintritt: Erwachsene bezahlen einen Euro, Kinder und Jugendliche sind frei. Die Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe schenkt jedem erwachsenen Besucher 50 Wangen-Punkte.

Kinderprogramm: Aktion „Kinder bemalen Ostereier“ in der Stadtbücherei, Freitag, 1. März, 14 bis 18 Uhr.  Kinder ab 5 Jahren dürfen sich um 15 Uhr  in der Stadtbücherei zu einer Vorlesestunde einfinden. Am Samstag, 2. März,  malen die Kinder in der Stadtbücherei von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr Ostereier an. Die Vorlesestunde ist um 10.30 Uhr.

Brunnenführungen: Freitag und Samstag, 1. Und 2. März, jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr.


4. Start der beliebten „Gaunerführung“ ist jetzt vor dem Gästeamt

Die wohl derzeit populärste Führung im Angebot des Gästeamts Wangen ist die „Von Gaunern, Galgenvögeln & Gefahren“. Andreas Rommel und Beate Leupolz begleiten die Gäste als der Herr Landvermesser und seine Magd durch die Wangener Gassen und erzählen unheimliche Geschichten, die das Leben in Wangen schrieb.

Start ist jetzt am Gästeamt in der Bindstraße 10. Eine „Henkersmahlzeit“, die zur Führung dazugebucht werden kann, wird nun zusätzlich im „Moritz“ angeboten. Übrigens kommt es an jedem zweiten Termin im Monat zu einem besonders erschreckendem Ereignis…

Die Termine sind: 15.*(Samstag) und 30. März, 12. und 26.* April, 10. und 24.* Mai, 7. und 21.* Juni, 5. und 20.* Juli, 9., 16.* und 30. August, 13. und 27.* September, 11. und 25.* Oktober, 8. und 22.* November sowie 6. und 20.* Dezember.
*An diesen Terminen passiert ein besonders erschreckendes Ereignis…

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung telefonisch unter 07522-74-211 oder per E-Mail an tourist@wangen.de also unbedingt erforderlich.


5. Kleine Ritter erobern die Stadt und das Museum in der Eselmühle

Kleine Ritter, Räuber und Burgfräulein ziehen von April bis Oktober samstags alle 14 Tage durch die Stadt.

Beim abenteuerlichen Rundgang erzählt der Stadtschreiber „Von Rittern, Räubern und Rabauken…“ Die Sechs- bis Zwölfjährigen gehen unter anderem über den Wehrgang an der Stadtmauer und besteigen den Pulverturm. Kinder unter sieben Jahren sind willkommen mit einer erwachsenen Begleitperson. Start und Ende sind am Gästeamt.

Und wenn dann vom Kämpfen, Zuhören und Erleben der Magen knurrt, kann der Räuberschmaus im nebenan gelegenen Museumscafe sofort Abhilfe schaffen. Kosten: 3,50 pro Person. Der Räuberschmaus muss beim Gästeamt vorbestellt werden.

Die Termine liegen am 6. und 20. April, am 4. und 18. Mai, am 1., 16. (ausnahmsweise sonntags) und 29. Juni, am 6., 13. und 27. Juli, am 24. und 31.August, am 14. und 28. September sowie am 12. und 26. Oktober. Kosten 5 Euro pro Person.

Info und Anmeldung telefonisch unter 07522-74-211 oder per E-Mail an die tourist@wangen.de. Für Kindergeburtstage und Gruppen kann die Erlebnisführung zu individuellen Terminen gebucht werden.


6. Gastgeberverzeichnis ziert in diesem Jahr ein Wangener Motiv

Das neue Gastgeberverzeichnis der Stadt Wangen liegt auf. Die wohl wichtigste Broschüre des Wangener Gästeamtes wird jedes Jahr mit einer Auflage von etwa 12.000 Stück an interessierte potenzielle Wangen-Urlauber ausgegeben oder verschickt.

Sabrina Haas, bisherige Auszubildende im Gästeamt und jetzt Kauffrau für Freizeit und Tourismus, hat das Projekt betreut. Unterstützt wurde sie von Kollegin Doris Strehle. Gästeamtsleiterin und Ausbilderin Belinda Unger ist voll des Lobes für das Ergebnis.

160 Betriebe
Als attraktives Titelbild hat sich Sabrina Haas für ein Wangener Motiv entschieden. Es zeigt den Eingang in den Innenhof zum Spital und Gästeamt von der Spitalstraßenseite aus. Dekorativ wurde der Gästeamts-Ausleger als Hingucker in das Bild eingearbeitet.

Der Innenteil der Broschüre ist so strukturiert, dass sich die Leser problemlos orientieren können. Immerhin finden sich in der Broschüre rund 160 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die sich alle von ihrer besten Seite präsentiert sehen möchten. In der Einleitung macht die Broschüre auf zwei Seiten Appetit aufs Wandern und Radfahren in der Region, zwei weitere Seiten widmen sich dem Angebot an Führungen und Veranstaltungen.

Das Gastgeberverzeichnis 2013 gibt es kostenlos im Gästeamt Wangen.


7. Ferienregion Allgäu-Bodensee präsentiert sich erfolgreich auf Messen

Die Stadt Wangen im Allgäu ist mit dem Tourismusverband „Ferienregion Allgäu-Bodensee“ in diesem Jahr auf drei großen Messen vertreten.

Sehr erfolgreich verliefen die CMT im Januar in Stuttgart, wo auch Baden-Württembergs First Lady, Gerlinde Kretschmann, am Stand der Ferienregion vorbeischaute (Bildmitte), und die 24. Ferienmesse St. Gallen am 9. und 10. Februar. Dort zeigten auch alle, die mit Camping zu tun haben,  das Neueste bei der Ostschweizer Camping-Ausstellung. Sie fand dieses Jahr zum 54. Mal statt.

Viele Besucher ließen sich von den Angeboten der Ferienregion begeistern und signalisierten, dass sie gerne kommen wollen. Bis zum 3. März zeigt die Region ihre Schokoladenseite bei der Freizeit Messe Nürnberg.


8. Gastro-Tipp: Urige Besenwirtschaft im früheren Kuhstall

Wohin essen gehen in Wangen? Wir stellen Wangener Lokale vor. Heute: Leonhardts Stall-Besen.

Es gibt Lokale, die sind schon bei ihrer Eröffnung Kult. „Leonhardts Stall-Besen“ in Humbrechts vor den Toren Wangens gehört dazu. Als Hans-Jörg (51 Jahre) und Claudia Leonhardt (48) am 1. Mai 2001 ihre Besenwirtschaft im ehemaligen Kuhstall eröffneten, da schoben sich mehr als 1000 Gäste durch die Lokalität. Die beiden, die bis im Jahr zuvor in diesem Gebäude, dem Stall ihres ehemaligen Hofes, Tag für Tag Kühe gemolken hatten, wurden buchstäblich überrannt.

Ansturm ohne gleichen
„Ich habe die Nacht danach kaum geschlafen“, sagt Claudia Leonhardt. Und auch ihr Mann, den alle nur „Leo“ nennen, denkt an diesen Tag mit sehr gemischten Gefühlen. Mit dem Ansturm hatten sie nicht gerechnet. Zwar sind die beiden bodenständig und in der Region über viele Aktivitäten vom Motorradfahren, über die Fasnet oder das kommunalpolitische Engagement des Chefs verwurzelt, doch dass praktisch alle Freunde, Bekannten und viele Neugierige gleichzeitig auf der Matte stehen würden – damit hatten sie nicht gerechnet.

Gründe für den wahnsinnigen Start gab es viele. Einer war sicher die Beliebtheit der beiden Bauersleute, die ihren Hof aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mussten. Ein weiterer Grund war sicher auch die idyllische Lage, nur einen Spaziergang von Wangen entfernt oder gut mit dem Rad erreichbar, dass der Stall-Besen von Anfang an ein Publikumsmagnet war und es bis heute geblieben ist.

Immer weiter umgebaut
Inzwischen ist das Anwesen schon wieder umgebaut und ergänzt: Das Nebenzimmer ist größer geworden, so dass eine ganze Bus-Partie hineinpasst. Der Biergarten ist gewachsen, so dass im Sommer leicht zwischen 120 und 150 Leuten Platz finden. Nachdem der alte Schopf 2006 abgerissen worden war, bauten die Leonhardts eine Partyhalle an seiner Stelle. Dorthin pilgern die Fans von Live-Musik, wenn am ersten Wochenende im August das zünftige Stall-Besen-Open-Air gefeiert wird.

Apropos Feiern: Im Stall-Besen lässt es sich nicht nur 200 Mann/Frau stark vespern, es lässt sich auch bestens feiern. Zum Beispiel zum Jahreswechsel, wenn ein vielseitiges Büffet und Tanzmusik locken, oder am 1. Mai und am Vatertag und natürlich auch sonst.

Und das ist auch gut so. Denn die Leonhardts haben viel Mut und Engagement mit ihrer über eine Million schweren Investition bewiesen. Die Gäste lohnen es ihnen.

Regionale Küche
Sie schätzen nicht nur das gemütliche Ambiente. Sie lassen sich von Claudia Leonhardt und ihrem bis zu vier Personen starken Küchen-Team verwöhnen mit regionalen und saisonalen Spezialitäten. Da gibt es noch richtig von Hand gehobelte Bratkartoffeln mit Wurstsalat. An manchen Tagen im Sommer jagt die Chefin einen Zentner Kartoffeln über den Hobel. Da gibt es Kässpätzle und saure Kutteln. Und da gibt es einen „Moscht“ zu trinken, der von den Streuobstwiesen der Region stammt. Gerade so wie der Obstler und gerade so wie die Zutaten des Bieres, das auch in der Region gebraut wird.  Beim Wein allerdings müssen Kompromisse gemacht werden, denn der gern getrunkene Merlot wächst noch nicht an den Hängen des Allgäus oder Bodensees.

Der Nachwuchs arbeitet mit
Das alles ist bodenständig und soll es auch bleiben. Zwar hat der Chef des Hauses „nebenher“ eine Geschäftsführerposition in der Ein- und Verkaufsgenossenschaft Erkheim inne und ist nur in der knapp bemessenen Freizeit im Stall-Besen. Doch das ist auch in diesem Maß erst möglich, seit Tochter Julia (24) ihr Studium an der Dualen Hochschule beendet hat und im Betrieb zupackt. Ob sie das Haus irgendwann übernimmt – wer weiß? Die Eltern würde es freuen, keine Frage. Aber wer kann schon sagen, was die Zukunft bringt? Festlegen wollen die Leonhardts ihre Tochter nicht. Und sie schafft und genießt trotz allem ihre Jugend – wie vor kurzem, als sie mit den Neuravensburger Bären „brummelnd“ in der Fasnet unterwegs war.

Stallbesen-Konzept
Das Konzept des Stall-Besens ist das einer Besenwirtschaft, deshalb gibt es die Öffnungzeiten in Blöcken. Zu den anderen Zeiten sind Feste aller Art möglich. Wann das Lokal auf hat, ist im Internet zu erfahren unter www.stall-besen.de. Jetzt ist der Stall-Besen offen  vom  19. Februar bis  zum 24. März und dann wieder vom 5. April bis 21. April.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag, ebenfalls Sonn- und Feiertage ab 17 Uhr,
Montag Ruhetag.

Kontakt:
Leonhardts Stall-Besen
Familie Leonhardt
Humbrechts 1
88239 Wangen
Telefonnummer: 07522 / 9155360
Email: info@stall-besen.de


Kontakt

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Gästeamt - Tourist Information
Tel. +49 (0) 7522 74-211
Bindstraße 10
D-88239 Wangen i. Allgäu
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